Tatort auf den Samstag vorverlegt – Spielbericht vs. Roßtal II

Krimi in Roßtal: Tuspo tanzt sich zum Auswärtssieg und in Richtung Aufstieg!

Samstagnachmittag, 17 Uhr, die Hütte in Roßtal brennt – es war alles angerichtet für das absolute Topspiel im Kampf um den Aufstieg in der Bezirksliga Mittelfranken. Während die Gastgeber zum erweiterten Faschingstanz geladen hatten, waren unsere Mannen von der Noris ganz ohne Kostüme, dafür mit einer ordentlichen Portion Ernsthaftigkeit angereist.

Doch der Start verlief alles andere als nach Plan, denn die Roßtaler legten los wie die Feuerwehr und nutzten die Tiefschlafphase des Tuspo eiskalt aus. Über die zweite Welle fing man sich einfache Tore, sodass Coach Majcen beim Stand von 6:2 nach nur sechs Minuten bereits die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch knallen musste.

Diese erste Ansage zeigte Wirkung, und die Mannschaft arbeitete sich bis zur 20. Minute auf ein 11:11-Unentschieden heran, was wiederum die Roßtaler zur Auszeit zwang. Wer dachte, der Tuspo hätte sich nun eingegroovt, rieb sich zur Pause verwundert die Augen, denn durch einige Unkonzentriertheiten schleppte man beim 19:14-Pausenstand erneut einen ordentlichen 5-Tore-Rucksack in die Kabine. Dort machten die Trainer Majcen und Schoch jedoch unmissverständlich klar, dass hier noch gar nichts verloren ist, sofern man als geschlossene Einheit mit klarem Kopf und vollem Fokus auf die nächste Aktion agiert.

Was folgte, war eine zweite Halbzeit, die wohl als das bisher ansehnlichste Spiel der gesamten Saison in die Geschichtsbücher eingehen wird. Innerhalb von nur sechs Minuten egalisierte unser Team den Rückstand und ging durch den an diesem Tag überragend aufgelegten Linksaußen Joveski – der insgesamt satte 10-mal einnetzte – beim 20:21 erstmals in Führung. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch auf höchstem Niveau. Angeführt von Mittelmann Fleischmann, der durch seine Torgefahr im Eins-gegen-Eins die Lücken riss und seinen Rückraum glänzend in Szene setzte, sowie einem starken Rückhalt durch Torhüter Zeller, schien der Tuspo beim 27:31 acht Minuten vor Schluss bereits auf der Siegerstraße.

Doch die Schlussphase sollte nichts für schwache Nerven sein, denn Roßtal ließ sich einfach nicht abschütteln. Zehn Sekunden vor dem Ende, beim Stand von zwei Toren Vorsprung, sah Joveski nach etwas Pech beim Ablegen des Balls die Rote Karte, was einen Siebenmeter für die Heimmannschaft zur Folge hatte. Roßtal verkürzte, doch mit nur noch fünf Sekunden auf der Uhr rettete der Tuspo den hauchdünnen Ein-Tore-Vorsprung über die Zeit. Nach dem Abpfiff brachen auf dem Feld und der Bank alle Dämme – ein heißer Tanz mit dem glücklicheren Ende für Nürnberg und ein riesiger Schritt Richtung Bezirksoberliga!

Lange ausruhen ist aber nicht angesagt, denn nächste Woche wartet der große Dreifach-Heimspieltag in der Geschwister-Scholl-Realschule in Nürnberg auf uns, wo wir gemeinsam mit den Damen und der Zwoten gegen Ansbach II nachlegen wollen.