Schön und erfolgreich – Tuspo Nürnberg gewinnt Stadt-Derby gegen das Tabellenschlusslicht TSV 46 Nürnberg klar mit 27:19.
Dass Erster gegen Letzter nicht immer gleich ein einseitiges Feuerwerk mit klarem Sieg sein muss, sieht man selbst beim FC Bayern in der Fußball Bundesliga. In der Handball Bezirksliga hat Tuspo Nürnberg so gesehen einen ordentlichen Job erledigt – auch wenn es Stimmen gab, die es gerne schöner gehabt hätten.
Personell stark zum Jahresabschluss
Die Ausgangslage deutete vorab auf einen klaren Ausgang der Partie hin. Vor voller Halle konnte der Tabellenführer auf einen gut besetzten Kader mit 14 Mann zum letzten Saisonspiel des Jahres 2025 zurückgreifen. Die Gäste des TSV 46 Nürnberg traten deutlich gebeutelt von einer Erkältungswelle mit nur 10 Spielern an.
Einseitiger Start zwingt zur Auszeit
Das Spiel startete einseitig, jedoch anders als gedacht. Die Gäste aus dem Nürnberger Westen übernahmen direkt die Führung und eröffneten mit 0:2. Tuspo Coach Majcen musste schnell aktiv werden und nahm nach drei Minuten bereits die erste Auszeit, da sein Team so gar nicht auf der Platte war.
Das Einnorden wirkte. Deutlich konzentrierter drehte der Tuspo das Spiel nach 10 Minuten auf 5:3 und stellte nach 20 gespielten Minuten auf 10:5. Auch wenn nicht alles leicht von der Hand ging, der Tabellenführer machte klar, dass es hier keinen anderen Sieger an diesem Tag geben wird. Insbesondere in der Defensive legte das Team um Kapitän Wahl gegenüber dem Start enorm zu und lies bis zur Pause nur sieben Gegentore zu.
Federführend dafür verantwortlich war mal wieder Bällefresser Zäller, der glänzend aufgelegt jene Würfe der Gäste entschärfte, die durch die eine oder andere Nachlässigkeit der Abwehr auf sein Tor kamen. Wie so oft seine Leibspeise: Strafwürfe. Zwei von fünf konnte er parieren. Bei den übrigen ärgerte er sich über „Streifschüsse“, wobei er mit 40% gehaltener Siebenmeter sogar knapp über der gesamten Saisonquote des Tuspo von 37% lag. Nach so einem Prozentwert strecken sich so manche Keeper aus dem Feld vergeblich.
Hin und Her führt zu soveränem Erfolg
Die Entwicklung in der zweiten Halbzeit mag dann Ursprung des eingehenden Zitats gewesen sein. Es hätte mal wieder klarer ausgehen können. 19:9 stand es nach rund 40 Minuten. 46 baute ab, Tuspo aber nicht weiter aus. Allein die rote Karte für den durchaus aktiven Rückraumwerfer und Innenblocker Heinze hatte bei den Tuspo Anhängern Fantasie für mehr Klarheit entwickelt. Aber einige Fehlwürfe und mehrere Zeitstrafen sorgten bei den Gastgebern dafür, dass das Ergebnis trotz deutlicher Überlegenheit bei einer kontinuierlichen Differenz von 7 Toren verblieb.
Mit 27:19 endete die Partie somit nicht außergewöhnlich, aber eben souverän und erfolgreich. Und das ist es was zählt. 19:1 Punkte stehen beim ungeschlagenen Spitzenreiter damit nach der Hinrunde auf dem Konto. Schön und erfolgreich wäre wohl bei dieser Tabellensituation vor der Saison der Titel gewesen. Und dabei bleibt es auch!
Zeit, sich die Tabelle unter den Weihnachtsbaum zu legen, zu feiern, kurz durchzuschnaufen und dann in 2026 so weiter zu machen! Schön und erfolgreich!