Erste Saisonniederlage: Spielbericht vs. Schwabach

Während der Favorit aus Schwabach seiner Rolle mehr als gerecht wurde und seine Ambitionen nach oben zu schauen untermauert, ist der Tuspo nach den beiden Auftaktsiegen wieder etwas mehr in der Realität eines Aufsteigers angekommen.

Bereits vor dem Anpfiff zeigte die Aufstellung die Marschroute der Gastgeber: Schwabach musste und wollte, trat mit allen Mann an Bord an und zeigte damit durchaus Respekt vor dem gut gestarteten Aufsteiger.

Ganz anders die Situation beim Tuspo Nürnberg, der wie in den ersten Partien von erheblichen Ausfällen gebeutelt war. Diesmal standen neu auch Graf und Schnapp auf der Ausfallliste. Beide hatten in den ersten zwei Spielen noch erheblichen Anteil an den Erfolgen.

Die Anfangsphase der Partie gestaltete sich zunächst ausgeglichen, wenngleich Schwabach bereits etwas mehr am Drücker war. Dass der Tuspo in dieser Phase überhaupt in Schlagdistanz blieb, war vor allem dem Alt-Goldschläger Chrissi Klöpfer im Tor zu verdanken. „Goldklöpfer“ parierte mehrfach auch freie Abschlüsse der Gastgeber. Dabei zeigte sich jedoch bereits früh, dass die neu formierte Deckung der Gäste an diesem Tag noch nicht ganz zu sich gefunden hatte.

Nach etwa 15 Minuten kam es zum ersten deutlicheren Absetzen der Schwabacher. Eine Reaktion der Gäste musste her. Kapitän Niklas Wahl zeigte sie und fing einen Gegenstoß hart, aber fair ab. Die Schiedsrichterinnen setzten daraufhin mit einer Zwei-Minuten-Strafzeit ihr erstes Signal und deuteten an, wie die weitere Linie der Spielleitung in dieser Partie ausgeprägt sein würde – jedenfalls nicht für den Außenseiter so viel stand fest.

Derweil reichte auch die eigene Leistung des Tuspo insgesamt nicht aus, um mit den Hausherren mitzuhalten. Vorne wie Hinten lief das Spiel ganz nach dem Motto „1000 Mal berührt, 1000 Mal ist nichts passiert“. In der Defensive konnten zögerliche Abwehraktionen die Schwabacher Wucht nicht aufhalten. In der Offensive blieben mehrfach die Pfiffe der Unparteiischen trotz klarster Fouls an den Gästen aus, oder führten statt zu Siebenmetern zu schlichten Freiwürfen.

Spätestens ab der 20. Minute zeigte sich dann endgültig der Klassenunterschied, wenn eine voll besetzte Truppe mit Ambitionen auf die oberen Tabellenplätze auf einen ausgedünnten Aufsteiger trifft. Läuft in solch einer Konstellation nicht alles für den Underdog, muss dieser irgendwann notgedrungen abreißen lassen. Dies war allerspätestens zur Halbzeit der Fall, als beim Stand von 19:10 bereits eine Vorentscheidung gefallen war.

Die zweite Halbzeit brachte keine entscheidende Veränderung mehr. Schwabach konnte die Führung noch leicht ausbauen. Im Erfolgsrausch ließen sich die Gastgeber eine Minute vor dem Ende sogar noch zu einer extrem wichtigen Auszeit hinreißen. Kann man machen, wenn man der ansonsten starken eigenen Leistung doch noch etwas Albernes hinzufügen möchte.

Am Ende stand ein auch in dieser Höhe verdienter 41:25-Sieg für den SC 04 Schwabach fest – an diesem Tag war für den Tuspo unter den gegebenen Rahmenbedingungen einfach keine Überraschung machbar. Der Blick geht nun nach vorn, um aus den aktuellen Bedingungen das Bestmögliche für die kommenden Aufgaben herauszuholen.