Derbysieg in Personalnot – Spielbericht vs. HBC III

Mit einem überzeugenden 31:25-Erfolg gegen den HBC Nürnberg III ist der Tuspo Nürnberg erfolgreich in die Rückrunde der Bezirksliga Mittelfranken gestartet. Trotz einer äußerst angespannten Personalsituation ließ der Tabellenführer im Nürnberger Derby letztlich keine Zweifel an seiner Spitzenstellung aufkommen.

Die Vorzeichen vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres 2026 hätten unterschiedlicher kaum sein können. Während der Tuspo mit lediglich zehn einsatzfähigen Spielern antreten musste – neun Akteure fehlten verletzungs-, krankheits- oder urlaubsbedingt –, schöpfte der HBC III aus dem Vollen. Die Gäste reisten mit breitem Kader und jugendlicher Altersstruktur an, offenbar mit dem klaren Plan, das Tempo hochzuhalten und die dezimierte Mannschaft um Spielertrainer Schoch früh unter Druck zu setzen.

Dieser Ansatz schien zunächst aufzugehen. Zwar erzielte der Tuspo die erste Führung der Partie, doch danach übernahmen die Gäste das Kommando. Nach knapp zehn Minuten lag der zuvor ungeschlagene Spitzenreiter überraschend mit 2:6 zurück. Die HBC-Anhänger witterten eine Derby-Überraschung – auch deshalb, weil der Tuspo fortan nahezu die komplette erste Halbzeit in Unterzahl agieren musste. Sechs Zwei-Minuten-Strafen innerhalb von 20 Minuten zwangen den Gastgeber immer wieder zu personellen Improvisationen.

Doch getreu dem Motto „weniger ist mehr“ folgte eine beeindruckende Reaktion. Der Tuspo agierte nun mit viel Spielwitz, hoher Cleverness im Angriff und großem Kampfgeist in der Defensive. Schritt für Schritt arbeitete sich der Primus der Bezirksliga zurück in die Partie, glich nach 20 Minuten zum 10:10 aus und drehte das Spiel bis zur Pause vollständig. Mit einer verdienten 17:12-Führung ging es in die Kabinen – ein klares Zeichen dafür, dass der starke Beginn der „jungen Wilden“ des HBC seinen Tribut gefordert hatte.

Auch nach dem Seitenwechsel ließ der Tuspo nichts anbrennen. Der Gastgeber kontrollierte das Geschehen und unterband jedes Aufbäumen der Gäste. Die offensive Deckung, auf die HBC-Trainer Epner als letztes Mittel setzte, erwies sich dabei eher als Brandbeschleuniger für den eigenen Niedergang. Rund zehn Minuten vor dem Ende war der Vorsprung zwischenzeitlich auf neun Tore angewachsen – das Spiel praktisch entschieden.

Großen Anteil daran hatte Berserker Plum, der dem HBC in den Schlussminuten allein sieben Treffer einschenkte und die Abwehr der Gäste immer wieder vor unlösbare Aufgaben stellte. Dass das Endergebnis mit 31:25 am Ende vergleichsweise milde ausfiel, lag vor allem daran, dass der Tuspo in der Schlussphase defensiv etwas die Zügel schleifen ließ.

Unterm Strich steht ein hochverdienter Derbysieg und ein gelungener Auftakt ins Handballjahr 2026 für den Tuspo Nürnberg. Bereits am kommenden Wochenende wartet jedoch die nächste Bewährungsprobe: Im Topspiel beim Verfolger SpV Mögeldorf will der Spitzenreiter seine Tabellenführung weiter festigen.

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