Back on Track! – Spielbericht vs. TSV Wendelstein II

Nach der ersten Saisonniederlage in der Vorwoche, rehabilitiert sich der Spitzenreiter am 13. Spieltag der Bezirksliga Mittelfranken mit einem Statement-Sieg. Wie würde der Tabellenführer mit dem Verlust der Unbesiegbarkeit klar kommen, mag sich die Liga gefragt haben. Die Antwort fiel eindeutig aus: Welche Niederlage? 

Schon vor der Partie zeichnete sich ab, wie die Mannschaft aus der Nürnberger Nordstadt das Spiel angehen will. Der volle Kader signalisierte, dass die Mannschaft bis in die Haarspitzen motiviert war, das Missgeschick des vorherigen Spieltags vergessen zu machen.

Die Gäste aus Wendelstein rechneten sich ihrerseits auch Chancen aus, so hatte man in der Vorwoche erst mit dem TSV Altenberg einen anderen Absteiger aus der Bezirksoberliga in die Knie gezwungen. Auch diese Woche wieder mit von der Partie: mehrere Talente aus der ersten Mannschaft der Wendelsteiner, die es dem Spitzenreiter schwer machen sollten. Funfact: 20 der 23 Treffer gingen am Ende auf das Konto der drei Spieler aus dem Bezirksoberliga-Team der Wendelsteiner.

Dieses Trio war es auch, das zu Beginn des Spiels die Hoffnung bei den mitgereisten Fans befeuerte und die Gäste in Führung hielt. Erst nach rund 15 Minuten gelang es der Heimmannschaft erstmals auszugleichen. 

Zwei Minuten vor der Pause konnte der Favorit dann zum ersten Mal in der Partie auf eine zwei Tore Führung stellen. Mit 16:14 ging es in die Halbzeit.

Nach dem Pausentee nahm der Nürnberger Crazytrain dann wieder jene Fahrt auf, wie man es von ihm gewohnt ist. Legte man in den vorherigen Partien in der zweiten Spielhälfte vor allem auf dem Strafenkonto eine Schippe drauf, fokussierten sich die Gastgeber diesmal auf das Wesentliche: Tore, Tore, Tore. 

Kontinuierlich wuchs der Vorsprung an, während sich auf Wendelsteiner Seite Ernüchterung breit machte. Kein Durchkommen schien mehr möglich gegen die stabile und v.a. auch fast immer vollzählige Abwehr des Tuspo. Im Angriff konnte man sich wieder auf Topscorer Joveski verlassen, der statt vom Platz zu fliegen, mit sechs Toren nach der Pause das Ergebnis in die Höhe schraubte. Am Ende führte die disziplinierte Leistung des Tuspo Nürnberg zu einem 12-Tore-Kantersieg, der deutlich macht, dass es sich in der Vorwoche um einen Ausrutscher gehandelt hat. 

Jede beendete Serie, bietet die Möglichkeit eine neue zu starten. Für dieses Unterfangen reisen die Nürnberger kommendes Wochenende nach Weißenburg, wo gegen formstarke Weißenburger eine genauso disziplinierte Leistung benötigt wird, um die Punkte aus der Römerstadt zu erbeuten.