Abschiedsgala zum Saisonfinale – Spielbericht vs. TSV 1846 Nürnberg

Tuspo Nürnberg gewinnt sein letztes Spiel in der Bezirksliga mit 20:35 beim TSV 1846 Nürnberg.

Letzter Spieltag, Erster gegen Letzter, klare Vorzeichen: die goldene Ananas dürfte kaum Publikum in die Halle des TSV 1846 locken, war doch schon alles klar, was es zu klären gab. Doch die Insider wussten natürlich Bescheid, es wird der Abend der Abschiede! Und so war die Halle zum letzten Saisonspiel gut gefüllt – allen voran von Anhängern der Gäste. Einmal war es der Abschied der beiden Teams von der Bezirksliga. Während der Tuspo Nürnberg souverän die Rückkehr in die Bezirksoberliga längst klar gemacht hatte, mussten sich die Gastgeber wieder auf die Rückkehr in die Bezirksklasse einstellen. 

Doch viel mehr war es ein Abschied von Handballern auf Seiten der Gäste, von Persönlichkeiten im Team des Tuspo. Neben Topscorer Hristijan Joveski und Spielmacher Lorenz Fleischmann beendet Tuspo-Tausendsassa Rene Schoch seine aktive Karriere als Spieler des Tuspo Nürnberg. Ein Glück, dass er der Mannschaft weiterhin als Trainer erhalten bleibt, ein Tuspo Nürnberg ohne den wohl fränkischsten Schwaben aller Zeiten ist nicht vorstellbar.

Der Abschied von der erfolgreichen Saison soll allerdings auch noch einen Absatz wert sein. Denn die Rückkehr in die höhere Spielklasse, so selbstverständlich sie heute erscheinen mag, war keineswegs ein Automatismus, wie auch das Abschneiden der anderen beiden Absteiger aus dem Vorjahr zeigt. Die SpV Mögeldorf bleibt in Bezirksliga, Mitabsteiger TSV Altenberg wurde gar in Bezirksklasse durchgereicht. Der Tuspo hingegen bestach durch Kontinuität in den Leistungen sowie Team Spirit, der nahezu alles aufzufangen schien, was da so kam. Ob unerwartete Niederlagen, Langzeitausfälle durch Verletzungen (Willkommen Comebacker in der BOL!) oder auch kurzfristige Ausfälle. Die Crazytrain-Wagenburg hält zusammen und bahnte sich stetig ihren Weg zur Rückkehr.

Auch an diesem Spieltag waren es wieder zwei scheinbare Eckpfeiler im Rückraum, die mit Philipp Graf und Marc Simon ausfielen. Auch diesmal kompensierte es das Team hervorragend. Der Verlauf des 20. Spiels in dieser Saison ist insgesamt schnell berichtet. Ein paar Elogen auf die drei scheidenden Tusporaner sind dabei jedoch unvermeidbar.

Der Anwurf erfolgte durch Schoch höchstpersönlich in seiner letzten Partie als Spieler. Ab Minute 1 zog er in gewohnter Manier die Fäden auf der Mitte und koordinierte die stabile Tuspo Deckung, so dass mehr oder weniger kein Durchkommen für 1846 bestand. Dies brachte in Halbzeit 1 v.a. die Außen über Tempogegenstöße ins Spiel. Allen voran Braun traf nach Belieben und dankte es seinem Deckungsverbund. 9 der 19 Tore in Halbzeit 1 gingen auf sein Konto.

In gleicher Form setzte dann Rocketman Joveski das Tempo in noch schnellerer Gangart fort. Garniert mit ein paar seiner Signature-Kopflegern vollendete er die Partie mit einer tadellosen Leistung. Aber auch die anderen beiden Abgänger zeigten nochmal wofür man sie hier beim Tuspo Jahre oder gar Jahrzehnte bewunderte. Spielertrainer Schoch trug sich nochmals in die Torschützenliste ein, nach einem eigens inszenierten Spielzug, alles andere hätte wohl doch verwundert. Rimpar? Lemgo? Egal: Tor Schoch!

Zuletzt setzte auch Bezirksliga-Gisli (google den mal, Lori! 😉) Fleischmann in seinem Abschiedsspiel einmal mehr die erwarteten unerwarteten Akzente – Sitzhandball-Assist inklusive. So leicht kann Handball aussehen. Danke an dieses tolle Trio! Sowohl als Handballer, als auch als Persönlichkeiten im Team des Tuspo! Nur einer der Abschiede ist hoffentlich dauerhaft, der von der Bezirksliga. Bei den übrigen drei gibt es mit Sicherheit ein Wiedersehen, in welcher Form auch immer…

Mit diesem Abschied von der erfolgreichen Saison 2025/2026, meldet sich auch das Team der Tuspo Handballer zunächst einmal in eine wohlverdiente Ruhepause ab, bevor es dann mit neuen Kräften in Richtung Herausforderung Bezirksoberliga geht!

Aufsteiger, Meister, Tuspo – Bezirksliga Over and Out!

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