Spielberichte der 1. Männermannschaft

Saison 2018/19

20.10.2018: HG Zirndorf – Tuspo Nürnberg 30:24 (12:6)

Der „Gordische Knoten“ im Spiel der TuSpo Nürnberg Herren I konnte vom Trainer/Betreuer-Duo Florian Majcen/Maxx Stannetter auch im Punktspiel bei HG Zirndorf noch nicht (ganz) gelöst werden. Der Sieg ging mit 30:24 an die Gastgeber, dessen „Chef“ Peter Heimpel sich wohl zufrieden zeigte über die zwei Punkte, jedoch noch eine zu „große Schwankung“ im Spiel seiner Mannschaft konstatierte, auch um derzeit ganz vorne mitspielen zu können.

Gestartet waren seine Spieler aber furios, sie überrannten bis zur 7. Spielminute die Gäste, die offensichtlich mit ihren Gedanken noch in der Kabine waren, mit einem 5:0, das Florian Majcen zur Auszeit veranlasste. Damit konnte er die Torflut etwas eindämmen bis zur Halbzeit bei 12:6. Die Nürnberger hatten auch in diesem Match mit den fast schon üblichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Offensichtlich meint der eine oder andere Akteur, er braucht nicht bei jedem Spiel dabei zu sein, der große Kader der anderen 20 Kollegen wird das schon richten… Für beide Trainer/Betreuer ist das jedes Mal ein schwieriges Puzzlespiel, die Eingesetzten neu aufeinander zu fixieren. Am Samstag war Torwart Adi Schauer das Vorbild an Kampfeswillen, als er, deutlich sichtbar gesundheitlich angeschlagen, sein Bestes gab, weil ohne Auswechseltorwart. In der ersten Hälfte behielt die HG das Heft des Handelns auf ihrer Seite und führte verdient auch in dieser Höhe mit 12:6. Offensichtlich treffen konnten Majcen und Stannetter die Nerven ihrer Mannschaft mit der Kabinenansprache: Nach dem Wiederanpfiff der gut leitenden Schiedsrichter Groß und Weiß stand eine wie ausgewechselt auftretende TuSpo-Sechs auf der Platte.

Verschiedene Veränderungen im System zeitigten den gewünschten Erfolg. Zumindest … etwa 15 Minuten lang, was der HG Keeper Pfrengle nach der Begegnung so kommentierte: „Das Spiel hätte da auch kippen können.“ Mit dem hochtalentierten Clemens Eule kam mehr Druck, Philipp Gall spielte seine Schnelligkeit mit starken 6 Treffern aus, der erstmals in dieser Saison eingesetzte Forster war insgesamt viermal erfolgreich. Der Erfolg stellte sich dann bei 15:14 ein und TuSpo war richtig „voll“ dran.

Die HG konterte aber eiskalt fast sekundenschnell und routiniert mit vier Toren zum 19:14 (47.Minute), ehe Walk einen Siebenmeter versenkte. Peter Heimpel (Vater) bei Zirndorf hatte sicht- und spürbar das größere „Reservoir“ an gefährlichen Angreifern auf seiner Bank gegenüber Florian Majcen, geb. Heimpel (Sohn) bei TuSpo. Die Einheimischen ließen dann auch nichts mehr anbrennen, lediglich beim 22:19 (Gall, 52.Min.) oder auch beim 24:20 (Eber, mit links) keimten noch ganz, ganz zarte Pflänzchen der Hoffnung auf, die jedoch die Bibertstädter bei dem wilden Schlagabtausch in den Schlussminuten „niedertraten“ bis zum Endresultat von 30:24. TuSpo hat in der ersten Viertelstunde des zweiten Durchgangs gezeigt, wie ein Kollektiv(!) „funktionieren kann“, muss sich seine Chancen aber immer noch zu hart improvisieren. Die durchgängige Harmonie fehlt zu oft, verständlich bei immer zwangsläufig wechselnden Besetzungen, Somit kommt es bereits am fünften Spieltag der Saison für den Tabellenletzten TuSpo zu einem wegweisenden Kampf (!) gegen den unmittelbar davorstehenden Aufsteiger TSV Wendelstein (Samstag, 27.10.2018, GSR Halle), um mit (laut Wikipedia) „energischen bzw. unkonventionellen Mitteln“ den Gordischen Knoten vollends zu lösen und die befreienden ersten beiden Punkte einzusacken.

Bericht: FRANZ SCHMIDT

TuSpo spielte mit: Schauer (TW); Walk (2/2), Forster (4/2), Braun (1), Eule (2), Schoch (1), Eber (5), Haripow (1), Gall, (6), Rusch (1/2), Eggen (1), Filipp; Ehemann und Darici (nicht eingesetzt).

Zweiminuten: HG 5, TuSpo 2.

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