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von den Handballern

Männer 1: Spieler Florian Heimpel hört auf, bleibt aber als Trainer

April 2018: Florian Heimpel hört als Spieler auf – Und bleibt dennoch ein weiteres Jahr als Trainer bei Tuspo Nürnberg.

Florian Heimpel hat in seinen bisher zwei Jahren sehr viel in der Handballabteilung erreicht, insbesondere mit den Herren I, da stehen nicht nur die ersichtlichen Erfolge wie der Aufstieg in die BOL oder der 2. Platz im Bezirkspokal. Vielmehr ist es seine akribische und genaue Arbeit mit der Mannschaft und das Engagement im Ganzen für die Abteilung. So kommen pro Woche viele Stunden neben der reinen Trainingszeit zusammen. Neben Spieler- und Sponsorensuche, kommt auch seine Tätigkeit als Schiedsrichter der Abteilung zu Gute. Aber auch gerade die jungen Spieler wie gerade der erst 17- jährige Reschab Haripow profitieren von dem erfahrenen ehemaligen Leistungshandballer und so konnte dieser im Laufe der Saison einen in dieser Form nicht zu erwartenden Schritt im Seniorenbereich machen. Und so zählen die jungen Spieler schon jetzt zu vollwertigen Spielern. Aber auch allen Jugendspieler und Jugendtrainer ist er eine angenehme Stütze und hat immer ein offenes Ohr mit seiner Erfahrung.

Mit seiner lang erwarteten Zusage kurz vor Ostern, das Team auch mindestens ein weiteres Jahr zu führen, erfreut er alle. Er hat früh das Zeichen von der Mannschaft erhalten, weiterhin mit ihm Arbeiten zu wollen. Und so gingen sehr früh die Gespräche los. Er und die Mannschaft danken besonders André Ulrich vom Hauptverein und den Vorständen sowie dem Abteilungsleiter Jörg Blinde für Ihr Mühe und Unterstützung. Für Ihn war ein wichtiger Punkt, dass seine Arbeit in der Abteilung mehr als geschätzt wird und er die Entwicklung noch nicht am Ende sieht, sondern eher noch am Anfang. So wurde die Mannschaft seit zwei Jahren kontinuierlich aufgebaut und zu den internen auch einige externe Spieler dazu geholt. So konnte immer ein sehr guter Kader, um die 18 Spieler, gestellt werden. In dem die Spielerausfälle oder anderweite Verpflichtungen aufgefangen wurden. Auch ein durchwegs anspruchsvoller und noch nach zwei Jahren immer überraschender Trainingsbetrieb konnte angeboten werden. Dies ist sicherlich ein großer Verdienst von Ihm und macht die Mannschaft auch in Zukunft für junge und motivierte Handballer attraktiv.

Bewusst hat Heimpel seine Zusage vor Ostern gegeben und wollte ein Zeichen im Abstiegskampf für das Team setzten. Zu seiner „Handballfamilie“ zu stehen, egal ob in der Bezirksoberliga oder Bezirksliga. Denn auch ein Abstieg wäre für den Trainer zwar traurig aber kein Grund sein Projekt aufzugeben. Denn die Entwicklung der Spieler steigt stetig an. Nach eigenem Bekunden hat die Integration, der vielen neuen Spieler leider ein wenig zu lange gedauert, sowie lange Ausfälle wichtiger Spieler haben dazu beigetragen, dass bis Ende 2017 nur zwei Punkte ergattert wurden. Jedoch zeigt die Tatsache, dass in 2018 bisher 9:9 Punkte geholt worden sind, dass er und die Mannschaft ein super Gespann sind. Und so bleibt der „Chef auf der Kommandobrücke“ definitiv erhalten. Was sicherlich als Ausrufezeichen zu werten ist. Und für das tolle miteinander spricht, dass er trotz einiger höherklassige Angebote bei „seinem“ Team bleibt. Gerade in den vergangenen schwierigeren Wochen zeigte die Mannschaft, dass sie trotzt Operation und einigen knappen Niederlagen immer zu Ihrem Trainer steht.

Im Ausblick auf die kommende Spielzeit ergibt sich für den umtriebigen Trainer der Vorteil schon jetzt und auch in den vergangen Wochen Gespräche mit dem aktuellen Team und auch potenziellen „Neuen“ zu führen, aber auch die eigene Jugend weiß, dass Sie mit Ihm einen der größten Förderer behalten werden.

Jedoch gab es nicht nur gute Nachrichten vom Spielertrainer, denn er bekräftigte trotz einiger Nachfragen: „..es sich nochmal zu überlegen…“, dass er ab kommender Saison nicht mehr als Spieler zu Verfügung stehen wird. Der Hauptgrund ist sicherlich sein im Januar erlittener Achillessehnenriss, aber auch die nur sieben Saisonspiele in dieser Saison haben Heimpel zu überlegen gegeben. Zwar zeigte er in jedem seiner Spiele, dass er zu den besten Schützen und Spielern der Liga gehört, aber die 28 Jahre Handball haben bleibende Spuren hinterlassen. Was aber für Heimpel das wichtigste war und auch immer sein wird, ist die Mannschaft und da sieht er sich klar an der Seitenlinie, die mit Ihm „als Kopf“ an der Seitenlinie besser als auf dem Feld aufgestellt ist. Und er sowohl jetzt als auch vielmehr in Zukunft einen Spielerkader zusammen haben wird, in dem er nach eigenen Angaben keinen Platz mehr hat und in alle Spieler vollstes Vertrauen hat.

Daher wird er leider, auch durch seine Verletzung, kein letztes „Abschiedsspiel“ mehr haben das jedoch braucht er auch nicht, da er ja seiner „Familie“ erhalten bleibt.

Heimpel freut sich auf die schwierigen Aufgaben in Zukunft und hat noch alle Hoffnungen auf den Klassenerhalt. Dies hängt jedoch an sehr vielen nicht zu beeinflussenden Faktoren. Was jedoch sein eigenes Ziel ist, die letzten beiden Saisonspiele zu gewinnen und daran wird schon fleißig gearbeitet.

Für sein großes Engagement ist Ihm schon jetzt einmal ein großer Dank auszusprechen. Viel Glück und Erfolg dir weiterhin!