Spielberichte der 1. Männermannschaft

Saison 2016/17

08.04.2017: TuS Feuchtwangen – Tuspo Nürnberg 35:28 (20:11)

Beim Tabellenführer TuS Feuchtwangen „grandios“ mit 35:28 eingegangen, aber trotzdem den ersehnten Aufstieg in die Bezirksoberliga sichergestellt, haben die Tuspo Herren I: Dabei geholfen hat ihnen mit einem engagierten, temporeichen Spiel der TV Heilsbronn, der dem direkten Konkurrenten HG/HSG Fürth mit 26:24 diesen einen dazu erforderlichen Punkt abnahm. (Prost TV-Jungs mit der Mini- Spende!)

Das Match von Tuspo selbst in Feuchtwangen war schlichtweg (gelinde gesagt) nicht gut. Die Gastgeber zeigten den Heimpel-Boys eindeutig, wer Herr in der eigenen Halle ist mit modernem Tempo- und Konterhandball, der die rot-weiße Abwehr teilweise schlichtweg überforderte und auch überrumpelte. Freilich: Es hätte ein probates Mittel dagegen gegeben, besonders in der ersten Hälfte, nämlich „Treffsicherheit“. Mit halbhohen Würfchen, dazu auch noch teilweise drüber oder vorbei, konnte man den einheimischen Hüter Hirsch nicht in Verlegenheit bringen, wobei fast jeder Fehlwurf ein Gegenstoß-Tor zur Folge hatte. In Halbzeit I gab es eine Vierer- und eine Siebener-Serie für den TuS, so dass es nicht verwunderlich war, dass die Pausenführung klar auf 20:11 stand. Altmeister Matthias „Matze“ Groß konstatierte nach dem Spiel wörtlich: „Wir verschießen zu viel, sind nicht konzentriert genug, haben kein Glück.“

Damit hatte er wohl recht, aber nicht alles gesagt. Siebenmeter wurden vergeben ebenso wie eigene Konterangriffe, es gab ein Pfosten- und Lattenfestival. Dazu kam noch eine Verletzung (Ramsperger) und ein rüdes, gefährliches Foul gegen Heimpel in Durchgang 1. Man hätte sich auch durchaus nicht gegen eine etwas bessere Schiedsrichterleistung gewehrt und … es fehlten mit Rusch, Schäfer und Stannetter Akteure aus der regulären Stammbesetzung. René Schoch brachte die erhoffte Spielbelebung und Gefährlichkeit, war jedoch länger verletzt und braucht wieder Praxis. Durch fünf Treffer von Axel Eber, vier von Florian Heimpel, drei von Tobias Braun und jeweils zwei Erfolgen von Groß und Gall bei einem Siebenmeter von Tannenberger wurde wenigstens mit einer Art „Gehorsamsübung“ die zweite Hälfte mit 17:15 gewonnen, wobei TuS- Trainer Ferencz seine Stammkräfte Lindörfer, Kraft und Haas aber nur minutenweise zusammen auf der Platte hatte. Insgesamt 32 Tore, im steten Wechsel erzielt, brachten für die zahlreichen Zuschauer kurzweilige Unterhaltung, dem Tuspo Spielertrainer Florian Heimpel aber reichlich Stoff und Gedankenspiele für die Zukunftsgestaltung und Weiterentwicklung des Teams in Bezug auf die erreichte Liga, wobei sicher eine gewisse Ergänzungen bzw. Verstärkungen des Kaders nötig sein werden. Diese jedoch, auch nicht, auf den Bäumen wachsen. Es wird sich zeigen ob Tuspo den ein oder anderen Neuzugang an Land ziehen kann, hilfreich wäre es sicherlich.

Heimpel: „Ich freue mich zwar für die Mannschaft das wir den Aufstieg geschafft haben. Glückwunsch an meine Jungs sie haben das über die ganze Saison sehr ordentlich gemacht. Und sich alle weiterentwickelt. Jedoch richtig Freunde kommt gerade bei mir nicht auf. Wir haben für mich das schlechteste Spiel der Saison gemacht. Dazu kommt, dass es mannschaftlich null Komma null war. Ich hoffe, die Jungs sehen, dass wir es nur zusammen können. Und einzelne Bedürfnisse oder Egos einfach hinten anstehen müssen. Denn wenn nicht alle 100% mitziehen, werden wir nächstes Jahr gleich wieder runter gehen. Denn wer denkt, wir sind jetzt am Ende, der täuscht sich. Jetzt geht erst die Arbeit los, denn in der BOL die Klasse zu halten, wird ein sehr schwieriges Unterfangen!“

Zunächst wird jedoch der Erfolg genossen, um dann befreit gegen Mitaufsteiger Stadeln und gegen Mögeldorf noch zwei Spiele in einer Art „Kürlauf mit ernstem Hintergrund“ zu absolvieren.

Tuspo spielte mit: Schauer, Zäller; Eber (6), Groß (5), Braun (4), Schoch, Heimpel (8/2), Ramsperger, Tannenberger (1/1), Gall (4), Ehemann, Zhilinskij (n.e.)

Bericht: FRANZ SCHMIDT