Ausgangssituation

Ausgangssituation

Die Welt unserer Kinder hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich gewandelt. Infolge zunehmender Urbanisierung und Technologisierung, vor allem infolge der Ausweitung audio-visueller Medien (Fernsehen, Computer), gewannen sitzende Tätigkeiten immer mehr an Bedeutung. Bewegung und Sport hingegen rückten weitestgehend in den Hintergrund. Jedoch spielt die Bewegung und die aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt gerade im frühen Kindesalter für die motorische als auch intellektuelle Entwicklung eine entscheidende Rolle. Kinder nehmen über vielfältige Bewegungsformen unterschiedlichste Reize aus der Umwelt auf und verarbeiten diese im Nervensystem. Auf diese Weise werden die Motorik als auch kognitive Fähigkeiten entwickelt.
Gerade im Alter zwischen zwei und zehn Jahren erreichen Reizaufnahme und -Verarbeitung ihr höchstes Level, sodass Kinder dieses Alters am besten von abwechslungsreichen Bewegungsangeboten profitieren. In der Entwicklungspsychologie spricht man in diesem Zusammenhang von sog. „sensitiven Phasen“.
Infolge zunehmend sitzender und bewegungsarmer Lebensumstände, nehmen die Kinder derartige Reize nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr auf. Die Folgen sind hinlänglich bekannt:

  • Haltungsschwäche
  • Übergewicht
  • Osteoporose
  • Organleistungsschwäche
  • Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes Typ II)
  • Koordinationsstörungen