Spielberichte der 1. Männermannschaft

Saison 2018/19

03.02.2019: Tuspo Nürnberg – HG Ansbach 26:32 (13:15)

Interims- Allein- Coach Maxx Stannetter zeigte sich nach Spielschluss des Bezirksoberligaspiels TuSpo Nürnberg gegen HG Ansbach, das mit 26:32 verloren wurde, tief enttäuscht. Zu gerne hätte er mit seinem Team Aufbauhilfe in Form eines Sieges für seinen Kollegen Florian Majcen geliefert, der gesundheitlich angeschlagen passen musste. Doch ein Punktgewinn, schon gar nicht ein doppelter, wäre sicherlich nicht gerecht gewesen, zu unstet trat seine Mannschaft gegen die Bezirkshauptstädter auf und manchmal reichte das Attribut „rumpelig“ sogar nicht ganz aus.

Besonders in der Anfangsphase passte Vieles nicht zusammen, mehrere Zeitspiele, Fehlversuche und vergebene Chancen waren eine willkommene Einladung für den Linkshänder Halmen und seine Mitspieler, in das Treffen zu finden. Bis zum 5:5 und 6:6 hielt der Gastgeber aber noch mit, hauptsächlich durch den glänzend aufgelegten Steffen Walk (insgesamt neun Tore), der seine Strafwürfe verwandelte. Zwei, an die schnellste Maus von Mexiko erinnernde, Raketen-Gegenzüge eines TuSpo-Außen, scheiterten aber „irgendwie ungerecht“ am HG-Hüter. Stannetter versuchte durch variables und zügiges Auswechseln, dem „Treiben“ der Gäste Einhalt zu gebieten, musste aber zusehen, das z.B. der geplante Angriff-Abwehr-Wechsel zu Jan Schäfer eigentlich mehr kleine Unsicherheiten als Vorteil in die Defensive brachte. Schäfer wird nach Ansicht vieler Kiebitze unter Wert fast nur in der Abwehr eingesetzt. Die HG ließ sich nicht lange „betteln“ und zeigte insgesamt das dynamischere und zielgerichtetere Aufbauspiel und ging bei 6:7 in Führung. Thomas Zäller kam für Adi Schauer in die Begegnung, wurde dann aber gleich viermal von derselben Position von den Grünen überwunden. Im Angriff wurde von Gastgebern viel zu lange stumpf hin- und her abgespielt und „kombiniert“, die Halbspieler sprich Shooter standen oder agierten zu oft zu weit auseinander und Chancen der besseren Güte wurden ausgelassen. Auffällig war an diesem Sonntag das wenig bis gar nicht im Sturm für- und mit-einander gespielt wurde. Vornehmlich in der zweiten Hälfte stand die Mannschaft in der Abwehr aber fest zusammen und massiert, was ein gutes Mittel gegen die Werfer der HG war. Insgesamt verhallte der Ruf von Stannetter „nicht einlullen lassen“ zu häufig ungehört und die ausgebreiteten Arme zum Zeichen an die Angreifer „komm nur her, ich bin da“ waren immer noch zu selten zu sehen. Die Angreifer des TuSpo (Schießl 2 Tore in HZ I) und Eber (1) haben das Dilemma, selbst treffen zu müssen und sich ihre Chancen teilweise auch noch selbst erarbeiten zu müssen, ohne eine griffige Spielphilosophie an der Hand zu haben. So wurde, speziell auch in Durchgang zwei, bei Unterzahl unmotiviert verworfen, im Gegenzug aber ein Strafwurfzeitenplus von 8 für Ansbach gegenüber 5 für TuSpo nicht konsequent genug ausgenutzt. Zudem brachten sich die Gastgeber durch teilweise haarsträubende Fehler immer wieder selbst in Bedrängnis und dabei um den verdienten Lohn ihrer teilweise aufopfernden Abwehrarbeit. Noch dreimal (Schießl hatte getroffen zum 22:23, Eber zum 23:24 und Walk zum 25:26), wäre die Möglichkeit gewesen, der HG Paroli zu bieten, doch das größere und effektivere Auswechselkontingent gepaart mit einem bedingungslosen Ziehen zum Tor lag auf deren Seite. Bei 25:29 für Ansbach war die „Messe gelesen“ und damit eine Partie vorzeitig entschieden, von der man sich auf TuSpo-Seite wieder einmal mehr versprochen hatte, Endstand 26:32. Die Schiedsrichter aus Amberg/ Sulzbach und Feuchtwangen leiteten gut zu beiderseits größtmöglicher Zufriedenheit.

Am kommenden Sonntag in Bad Windsheim (16.00 Uhr, Galgenbuckweg 😎 erhofft man sich auf Seiten des TuSpo wieder eine Vollzähligkeit des Kaders ohne „wenn und aber“ und, unabhängig davon, ein verbessertes Spiel(en) miteinander in einem sehr wichtigen Match!

TuSpo spielte mit: Schauer, Zäller (TW); Schießl (6), Walk (9/4), Schäfer, Braun (3), Schoch, Eber (4), Forster (2), Gall, Eggen (2).

Strafzeiten 5 – 8; Siebenmeter 5/4 – 2/2; Auf der Bank: Stannetter, Darici.
Zeitn./Sekr. Andrea Wolfrum/Franziska Weßling.

Bericht: FRANZ SCHMIDT

Und hier zum Spielverlauf:
https://bhv-handball.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaDokumentHBDE.woa/wa/nuDokument?dokument=meetingReportHB&meeting=6288412