Spielberichte der 1. Männermannschaft

Saison 2018/19

17.11.2018: MTV Stadeln – Tuspo Nürnberg 27:24 (16:13)

TuSpo Nürnberg hat sein Punktspiel in der BOL beim MTV Stadeln im Julius- Hirsch- Sportpark in Fürth mit 27:24 verloren. Soweit, so ungut, der reine Fakt, von den Experten vorher weitgehend so erwartet. Doch wie kam dieses relativ knappe Ergebnis zustande?

Die Spieler von Florian Majcen/Maxx Stannetter starteten wie die vielzitierte Feuerwehr in dieses Match und führten bereits nach 78 (!) Sekunden durch Treffer von Schießl , Rusch und Eggen mit 0:3. Doch diese Führung verlieh der Besetzung um René Schoch (später verletzt ausgeschieden) keine Souveränität für ihre Aktionen, nach nur kurzem Durchspielen wurden mehrere Bälle hintereinander „verkuhbeutelt“, damit der Gastgeber aufgeweckt und dieser nützte die Schwächen prompt mit Gegenzügen aus zum 5:4. Beide TuSpo-Torhüter Adi Schauer (1.HZ) und „Brezen Peter“ Thomas Zäller hielten irgendwie alles, was zu halten war, sahen sich jedoch immer wieder weiträumig angelegten Angriffen des MTV gegenüber, der damit seine Rückraumschützen (Wanzek, Delatron) erfolgreich in Position brachte oder auch über seine Rechtsaußen Tore erzielte. Doch TuSpo blieb dran bei 9:9 und 10:10, auch durch Reschab Haripow und (eher selten!) Abwehrchef Jan Schäfer. Philipp Gall war das gesamte Spiel ein Vorbild an Einsatzwillen ebenso wie Fabian Eggen am Kreis. Zwei „Spione“ anderer Vereine auf der Tribüne hätten sich gar mehr Einsatzzeit für Haripow vorstellen können, der gut ins Spiel kam. Denn, Bezirksoberliga-Handballspieler müssen auch mal selbst erkennen können, flach zu werfen, wenn halbhohe oder hohe Würfe keinen Erfolg zeitigen. Steffen Walk zeigte die hohe Kunst des „Reintauchens“ von Rechtsaußen, Haripow machte das 13:12, doch der MTV zog noch einmal an zum Pausenstand 16:13.

Nach dem Seitenwechsel schien die Begegnung den befürchteten Verlauf zu nehmen: Die Stadelner behielten die Dominanz und stellten gar bei 22:17, 23:18 und 25:20 den höchsten Torabstand des Spieles her. Doch TuSpo gab noch nicht klein bei, scheiterte aber „lediglich“ an „Kleinigkeiten und Unkonzentriertheiten“, sonst wäre der Favorit vielleicht schon doch noch in Bedrängnis gekommen. Clemens Eule (3 Tore) brachte mehr Druck in den Angriff und war zudem zu einer kurzzeitigen (aber erfolgreichen) Manndeckung gegen Wanzek abgestellt. Ein nicht verwandelter Siebenmeter und eine Zweiminutenstrafe bremsten u.a. den Aufholvorgang. Unablässig kämpfend hielten die TuSpo-Mannen aber trotzdem bis zum Schluss dagegen, doch die Hürde zu einem Anschluss-Treffer oder gar Unentschieden konnte nicht mehr übersprungen werden. Beim Schlusspfiff der sehr gut pfeifenden Schiedsrichterinnen Kerstin und Sandra Dummert aus Heroldsberg (nach eigener Angabe zusammen in etwa genauso alt wie die beiden TuSpo-Hüter) hieß es wohl etwas schmeichelhaft hoch, aber nichtsdestotrotz verdient, 27:24 für den Gastgeber MTV Stadeln. Erwähnt soll noch werden, dass der MTV ohne Strafzeit auskam und TuSpo nur deren zwei „einstecken“ musste.

Trainer Majcen konstatierte seinem Team ein „eigentlich“ sehr gutes Spiel und sah Verbesserungen in allen Bereichen. Mit gemischten Gefühlen betrachtet er aber auch die „Auf- und Nachrüstungen“ der konkurrierenden Mannschaften mit guten Aktiven und Routiniers, wobei er selbst in der vergangenen Woche größere Meniskusverletzungen mit OPs bei zwei eigenen Spielern „verdauen“ musste. Gute Besserung für Pascal Müller und Ömer Darici

Bericht: FRANZ SCHMIDT

TuSpo spielte mit: Schauer, Zäller (TW); Schießl (4), Schäfer (1), Braun, Eule (3), Schoch, Eber (2), Schlenker, Walk (2), Haripow (3), Gall (3), Rusch (3/2), Eggen (3/1).

Und hier zum Spielverlauf:
https://bhv-handball.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaDokumentHBDE.woa/wa/nuDokument?dokument=MeetingReportHBFOP&meeting=6288436