Spielberichte der 1. Männermannschaft

Saison 2016/17

12.02.2017: HG Zirndorf II – TuSpo Nürnberg 27:27 (13:9)

Es passte insgesamt nicht viel zusammen am Sonntag beim Bezirksligaspiel HG Zirndorf II gegen Tuspo: Der Tabellendritte zeigte sich doch einigermaßen überrascht von der Spielstärke des Neunten und bot selbst eine der schwächeren Leistungen dieser Saison. Besonders die Rückraumexperten standen sich diesmal in Fehlabspielen und ungenauen Würfen in nichts nach und waren kaum wiederzuerkennen. Die Hüter Schauer und Zäller hielten, was zu halten war, waren aber auch mehrmals nicht zu beneiden bei mangelhaftem Eingreifen ihrer Abwehr. Die Gastgeber zeigten sich gut aufgestellt und brachten ihre Routine zum Tragen, drehten einen 0:3 Vorsprung von Tuspo bis zur 19. Minute in eine 8:4 Führung um und wurden vom Publikum nach Kräften unterstützt. Die Nürnberger schnupperten bei 9:8 etwas heran, wurden aber bis zur Pause mit dem 13:9 gekontert.

Der direkt verwandelte Freiwurf mit dem Pausenpfiff durch Axel Eber mochte Hoffnung wecken für den zweiten Durchgang, die aber schon bis zur 35. Minute (17:11) einen herben Dämpfer erhielt. Die Synchronisation der Angreifer gelang den Roten zu selten und Würfe verfehlten das Gehäuse der Einheimischen. Bei der Auszeit der Nürnberger (42.Minute) hieß es bereits 20:15 für die HG und es stand schlecht für den Favoriten.

Letztendlich entschloss sich dabei der immer noch angeschlagene Spielertrainer Florian Heimpel doch noch zu einem Einsatz und brachte mit seinem Treffer zum 20:16 noch eine Art Initialzündung in den Angriff. Zirndorf zeigte sich aber nicht bereit, das Spiel kampflos aus der Hand zu geben, wehrte sich mit teilweise guten Aktionen und erreichte in der 48.Minute noch einmal einen 7 Tore Vorsprung bei 25:18. Doch Tuspo wäre nicht Tuspo, würde man selbst in aussichtslos erscheinenden Situationen aufgeben. Tor um Tor knabberte man den Vorsprung ab, musste wohl noch einmal 2 Treffer selbst hinnehmen, erzielte aber in den 11 Schlussminuten seinerseits noch neun (!) Tore, wobei Ruschi Rusch seine Siebenmeter verwandelte, Axel Eber aufblühte und bei 58.46 Minuten den Ausgleich 27:27 erzielte.

Die Schlusssequenz stand dann aber ganz im Zeichen der Schiedsrichter vom TSV Mögeldorf und TSV Weißenburg: Sie mochten sich partout der Argumentation des temperamentvollen Spielertrainers Heimpel über eine Regelauslegung nicht anschließen und „krönten“ ihre wenig souveräne und feinfühlige Spielleitung, insbesondere z.B. bei Auslegung von „Schritten“ oder „Stürmerfoul“, mit einer doppelten Zeitstrafe für ihn, was aber auf das Endergebnis keinen Einfluss mehr hatte.

Ähnlich den Spielern haben auch Unparteiische schlechte Form und kein Glück, was wohl diesmal zutraf.

Für die Mannen in Rotweiß muss es für die nächsten Spieltage heißen: Spielfreude wiederentdecken, erneut eine gewisse Leichtigkeit in die Aktionen bringen und nicht zu sehr verkrampfen auf dem Weg zum ersehnten Ziel „Aufstieg“.

Es zeigt sich aber auch, dass nur eine Topleistung aller Akteure zu einer Top-Gesamt- Leistung der Mannschaft führt. Talent, Können und Willen sind im Team genug vorhanden! Schmerzen vergehen, Punkte bleiben.

Tuspo spielte mit: Schauer, Zäller; Eber (5), Zhilinskij (1), Groß, Braun (2), Schoch (4), Ehemann, Ramsperger (3), Tannenberger (1), Gall (2), Rusch (8/6), Heimpel (1).

Bericht: FRANZ SCHMIDT