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10.12.2016: Tuspo Nürnberg – TUS Feuchtwangen 41:42

Ein Bezirksligaspiel, reif für die Geschichtsbücher, fand am Samstagabend in der GSR in Nürnberg statt: Tuspo Nürnberg gegen TuS Feuchtwangen 41:42. Darüber wird man noch lange reden, denn es war partout kein Match für zarte Gemüter.

Bei den Hausherren hatte man sich Hoffnung gemacht, die Tabellenführung zu verteidigen, traf jedoch auf einen Gegner, der vielfach einfach mit der besseren Antwort konterte. Es entstand ein nervenaufreibendes, spannendes und vielfältiges Spielgeschehen, das mit dem alleine pfeifenden Schiedsrichter aus Altenberg einen hervorragenden und konsequenten Referee hatte, der mit 8 Hinausstellungen für Tuspo und 9 für die Gäste nichts aufkeimen und kurzfristig auch nur 2 Gästeakteure auf der Platte ließ. Allerdings, ja allerdings verlor er in der hochexplosiven Schlussphase minimal und auch nur ganz kurz den Überblick: Die letzten 15 Sekunden dieser Begegnung sind wohl legendär geworden. Sicher ist jedenfalls, dass während der gesamten Spielzeit die Gastgeber nicht ein einziges Mal in Führung lagen. Sicher ist auch, dass der Gegner mit Kraft (16 Tore) und dem listigen Spielmacher Lindörfer (9 Treffer) die überragenden Spieler hatte, die immer wieder fast alleine den Vorsprung hielten oder gar ausbauten. Dagegen standen Spielertrainer Florian Heimpel mit 11 Erfolgen, Axel Eber mit 10, Matthias Tannenberger und Patrick Rusch mit jeweils 6 Einschüssen.

Zum Entsetzen der Gastgeber ließ der Gast in der ersten Halbzeit nichts aufkommen und stellte das Zwischenergebnis auf 18:25. Sicher ist, dass die beiden Tuspo Torhüter ihrer Mannschaft nicht helfen konnten, was sich aber in der zweiten Hälfte änderte. Da sah es zunächst rappelschwarz für den Tabellenführer aus, denn Feuchtwangen hielt zumindest immer einen drei bis vier Tore betragenden Vorsprung, ehe dieser durch eine große Energieleistung der Heimmannschaft endgültig bei 40:40 abgeschmolzen worden war und auch bei 41:41 nochmals ein Remis erreicht wurde. Genau 20 Sekunden vor Schluss eine unübersichtliche Situation vor dem Tuspo Kreis: Siebenmeter für Feuchtwangen! Zeit anhalten oder nicht, Diskussion hier und da. Marcus Kraft tritt an, Adrian Schauer wehrt den Wurf grandios ab, doch genau zurück in die Hände des Schützen, der nun nervenstark einwirft zum Gästesieg.

Alle Vorfälle dieser Begegnung aufzulisten, ist unmöglich. Rote Karten, Handgelenksdreher, schöne Sprungwürfe, Lupfer von außen, gehaltene oder verworfene Siebenmeter, Pfosten- und Lattenwürfe, erfolgreiche und vergebene Konter, starke Kreisanspiele, schlechte Ballbehandlung, Manndeckung und Vieles mehr stehen im Protokoll des Spiels ebenso wie überraschende Abwehrschwächen bei manchen der insgesamt 83(!) Tore. Gästetrainer Laszlo Ferencz konstatierte jedenfalls nach der Begegnung: „ In dieser Liga kann oben Jeder Jeden schlagen!“ Das sollte Mut machen für die Eröffnungspartie im Neuen Jahr bei MTV Stadeln II.

Der weihnachtliche Dank gilt der Tuspo Mannschaft und ihrem Trainer für die hervorragenden Leistungen in den bisherigen neun Partien der Saison. Es ist „geil“, Anhänger dieses starken Teams zu sein. Oder etwa nicht???

Tuspo spielte mit: Schauer, Zäller; Stannetter, Zhilinskij (4), Schäfer, Groß, Braun (1), Eber (10), Ehemann, Schoch (3), Heimpel (11/3), Tannenberger (6), Gall, Rusch (6/2).

Feuchtwangen spielte mit: M. Hirsch, Fischer (4), Rattelmüller (2), Kraft (16/2), Hampl (4), Lindörfer (9/2), Haas (3), Wedel, Ebner, T. Hirsch, Kamilli, Behlert (2), Freier, Langer (2).

Bericht: FRANZ SCHMIDT